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Für dieses Jahr hat der Berliner Publisher KAZÉ eine Reihe von Veranstaltungen für Anime-Fans zu bieten: die sogenannten KAZÉ Anime Nights. An diesen Anime Nights werden eine Nacht lang in allen teilnehmenden Kinos zu einem Motto Anime und Live-Action Adaptionen gezeigt.

KAZÉ Anime Night

Tokyo Ghoul Root A Poster

Am 23. Februar fand überall in Deutschland das erste Mal besagte Veranstaltung namens KAZÉ Anime Night statt. Bei dieser Anime Night wurden die ersten drei Episoden von Tokyo Ghoul Root A erstmalig mit deutscher Synchronisation der Öffentlichkeit präsentiert. Dank dem großzügigen Veranstalter KAZÉ, durfte ich als Reporter für Wikia und die Animanga-News-Redaktion ebenfalls der Veranstaltung beiwohnen. Nun, wie gesagt so getan. Um halb acht erreichte ich das Cinemaxx an der Potsdamer Straße in Berlin, in leichtem Schnee- und Hagelfall. Vor dem Kino hatten sich schon vereinzelt Otakus versammelt. Unter anderem sprach mich ein junger Mann einer Otaku-Fangruppe aus Berlin freundlich an und unterhielt sich kurz mit mir über das folgende Programm. Seine Vorfreude auf diesen Abend war deutlich spürbar und spornte auch meine Vorfreude weiter an.

An der Kinokasse übergab man mir, mit einigem Gefrage davor (man hatte wohl jemand älteres erwartet), meine Karten und ich betrat Kino 7, in dem bald Tokyo Ghoul gezeigt werden würde. Anders als draußen, in der abendlichen Kälte Berlins zu dieser Jahreszeit, war es innen schön warm. Dies lag jedoch nicht an der Wärme im Saal, sondern vielmehr an der brennenden Leidenschaft und Vorfreude der Zuschauer, die bereits im Kinosaal warteten. Schließlich füllte sich der Saal immer mehr, bis er fast voll besetzt war. Unter den Zuschauern befand sich auch eine Gruppe Cosplayer, welche sich links vor mir hinsetzten. Ich bekam schon fast einen Schreck, als ich Ken Kaneki, Touka Kirishima, Jouzou Suzuya, Hideyoshi Nagachika, Rize Kamishiro und Uta erblickte. ^^

Tokyo Ghoul Root A – Anime (Trailer)

Tokyo Ghoul Root A – Anime (Trailer)

Bald darauf wurde das Licht gedimmt, und ein Mann von KAZÉ schritt auf die Bühne unter der Leinwand und hielt eine Rede. Er stellte uns das Programm noch einmal vor, ging auf Tokyo Ghoul Root A selbst ein und sprach die weiteren Programme noch an, welche über das Jahr veranstaltet werden. Aus dem Sommer Sneak Preview wurde jedoch weiterhin ein Geheimnis gemacht. Dann kündigte der Herr noch ein kleines Interview mit dem Regisseur von Tokyo Ghoul und Tokyo Ghoul Root A, Shūhei Morita an. Dann verließ er die Bühne und der Werbeblock wurde gestartet. Darin wurde unter anderem erneut für die weiteren Termine der Anime Nights sowie deren Programm geworben, als auch für den Live-Action-Film „Tokyo Tribes“, den (inzwischen deutsch vertonten) Anime Beyond the Boundary (Kyokai no Kanata) und weiteres. Dann wurde uns das Interview mit Tokyo Ghouls Regisseur Shūhei Morita vorgeführt (welches von der Animagic im September 2015 aufgenommen ist und als Bonusinhalt auf der ersten Volume von Tokyo Ghoul Root A enthalten sein wird). Als das Interview vorüber war, begann das eigentliche Event: Tokyo Ghoul Root A. Der Beginn der Staffel knüpfte direkt an das mehr oder weniger offene Ende der ersten Staffel an. Genauer will ich auf die Handlung hier jedoch nicht eingehen, das würde jenen von euch, die diese Staffel noch nicht kennen ja den Spaß an der Sache verderben. Jedoch möchte ich mit euch meinen Eindruck teilen.

Tokyo Ghoul Root A

Die zweite Staffel der Anime-Adaption folgt seinem Vorgänger auf demselben Fuße, und verströmt genauso seinen ganz eigenen, einzigartigen Charme. Wenngleich das neue Opening Muno (engl. Titel: Incompetence) nicht ganz zur Serie passte, so war es doch ungeheurer gut inszeniert und sehr tiefgründig. Das Ending Kisetsu wa Tsugitsugi Shindeiku (engl. Titel: One season die after another) passte genau wie das vorherige (Seijatachi (engl. Titel: Saints)) perfekt zu Tokyo Ghoul und wurde direkt zu einem Ohrwurm. Nun, wie ich bereits erwähnte, möchte ich mich zu der Story nicht äußern. Jedoch kann sich jeder treue Fan versichert sein, dass der Charme von Tokyo Ghoul auch in der zweiten Staffel erhalten geblieben ist. Auch dass(wie so oft) zum Manga einige Abweichungen bestehen, will gesagt sein. Der einfache Fan wird sich sicherlich auch für die alternative Zeitlinie begeistern lassen. Es ist für den Hardcore-Fan natürlich auch ratsam, den Manga zu lesen. Root A ist wegen der alternativen Zeitlinie (welche übrigens aufgrund einer Weiterarbeit vor Release des Mangas entstand) jedoch nicht weniger sehenswert.

Tokyo Ghoul√ Root A Opening 1 - English Sub - Tokyo Ghoul Season 2 opening 1

Tokyo Ghoul√ Root A Opening 1 - English Sub - Tokyo Ghoul Season 2 opening 1

Tokyo Ghoul A Ending FULL Amazarashi Kisetsu wa Tsugitsugi Shindeiku

Tokyo Ghoul A Ending FULL Amazarashi Kisetsu wa Tsugitsugi Shindeiku

Synchronisation

Jetzt möchte ich zur Arbeit der Synchronisation an Tokyo Ghoul Root A kommen. Die deutschen Synchronsprecher haben hier eindeutig herausragende Arbeit geleistet. Die drei Episoden von Root A, welche ich auf Deutsch erleben durfte, haben mich davon überzeugt. Sowohl die bestehenden Rollen aus Staffel 1, als auch die Neuzugänge (wie beispielsweise Naki) wurden größtenteils durch Sprecher belegt, welche ihre Rolle verstehen und darin wahrlich aufgehen. So wirkt der kindliche Wahnsinn von Jouzou Suzuya mit Katrin Zimmermanns Stimme wunderbar wiedergegeben, gar so gut wie das Original. Seit langem habe ich keinen so guten Cast an Synchronsprechern erlebt. Im Großen und Ganzen ist Tokyo Ghoul Root A meiner Meinung nach eine recht gut gelungene Adaption des großartigen Manga, der sich auch in der deutschen Synchronfassung eindeutig sehen lassen kann.

Zum Schluss möchte ich mich noch einmal bei KAZÉ bedanken, denn ohne sie wäre dieses Event nicht zustande gekommen. Ich hoffe ich konnte euch, den Lesern dieses Berichts, einen guten Eindruck von der zweiten Staffel der Ghul-Tragödie verschaffen.

Euer Ahiru Yukitori

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