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Es gibt viele Realverfilmungen zu Mangas, aber in der letzten Zeit wird der Markt damit überflutet. Bei meiner Recherche fand ich heraus, dass das Geld nicht der einzige Hauptantrieb dieser Maschinerie ist.

Seit Januar 2015 gibt es monatlich Neuigkeiten zur Realverfilmung von Ghost in the Shell. Besonders im April gab es wöchentlich News darüber, was Diskussionen anfachte. Der Film soll am 31.03.2017 in den amerikanischen Kinos starten. Es steht somit noch ein Jahr, bevor der Film auf der Kino-Leinwand flimmert. Aber warum flippen die amerikanischen Otakus schon jetzt darüber aus? Dies liegt an der Stellung der Serie in unserer westlichen Kultur.

Warum Ghost in the Shell wichtig ist

Motoko Ghost in the Shell

Motoko Kusanagi, die Hauptprotagonistin der Serie[1]

Die Produzenten des Films sind Disney, Paramount und Dreamworks[2]. Es hagelt an Kritik, vor allem, weil die Schauspieler keine Asiaten sind, sondern Amerikaner. Als ich die Lösung des Problems hörte, bluteten nicht nur meine Augen und Ohren, sondern ich lief wild in meinem Zimmer umher, weil mein Kopf brannte[3]. Aber bevor ich darauf eingehe: Warum ist der Film für viele Otakus so wichtig?

„Ghost in the Shell“ gehörte zu den Animes, die international die Menschen auf den Geschmack von Animes brachte. Umso größer sind auch die Erwartungen an den Film, die nicht getragen werden können. Schließlich ist der Film keine Adaption eines US-Comics wie z.B. Batman, sondern die eines Mangas[4]. Dementsprechend werden weniger finanzielle Mittel zur Verfügung stehen.

In Deutschland ist die Serie vor allem durch den Sender MTV bekannt. Sie lief vom 07.05.2006 bis 30.07.2006. Viele deutsche Otakus können sich an die Soundtracks erinnern: „Inner Universe“ von Origa (Vorspann) und „Lithium Flower“ von Scott Matthew (Abspann). In der ersten Staffel des Storyabschnitts „Fall des Lachenden Mannes“ ist die Polizei-Spezialeinheit „Sektion 9“ damit beauftragt, einen Cyberkriminellen zu fassen. Die Serie spielt im Jahr 2030 in der futuristischen Stadt „New Port City“.

Die Fans stehen der Realverfilmung mit gemischten Gefühlen gegenüber. Was sie scharf kritiseren ist, dass die Realverfilmung in Handlung und Charaktere von die im Manga sehr stark abweichen wie zum Beispiel Dragon Ball Z mit „Dragon Ball Evolution“. Doch es gibt auch sehr gelungene Adaptionen wie Gantz und „All You Need Is Kill“ mit „Edge of Tomorrow“. Doch allen erwähnten Filme gibt es viele negative Kommentare.

Warum zu hohe Erwartungen den Film schlechter erscheinen lassen

Ghost-its-live-action

Scarlett Johansson spielt Motoko Kusanagi

Der Hauptcharakter Motoko Kusanagi wird von Scarlett Johansson gespielt. Dies lässt es vielen Fans in den Finger jucken, Hasskommentare zu verfassen. Ich kann diese Kritik nicht nachvollziehen. Schließlich spielt die Serie in einer fernen Zukunft und in der Serie war Motokos Nationalität nie ein Thema. Die Produzenten wollen dieser Kritik entgegenwirken, indem sie die Gesichter am Computer überzeichnen, um sie asiatischer wirken zu lassen[5].

Da habe ich mich gefragt, warum man nicht gleich Asiaten castet. Diese Problematik wird in einem Behind-The-Scene-Video sehr gut aufgegriffen[6]. Und wie soll ich es mir vorstellen, dass Europäer asiatisch aussehen sollen? Tragen sie dann ein Gesichts-Cosplay mit kleinen Augen oder werden die Augen in die Breite gezogen? Werden die Schauspieler einen asiatischen Akzent haben wie Apu aus Simpsons?

Warum Mangas trotz geringem Erfolg adaptiert werden

Gits Manga Cover1

Mangacover von Band 1

Manga-Adaptionen haben Otakus als Zielgruppe, weil viele Hardcore-Fans den Film anschauen werden, wie ich zum Beispiel (>.<)" Der Film wird produziert, um Gewinne einzufahren. Unabhängig davon, ob der Film gut oder schlecht wird; die Lizenzgeber in Japan verdienen daran. Außerdem diskutieren die US-Amerikaner gerne. Zum Beispiel darüber wie schlecht der Film eigentlich ist. Und hier liegt der eigentliche Grund, warum Mangas als Realfilme adaptiert werrden.

Wenn man über ein Film diskutiert, macht man indirekt Werbung. Und das ist für Japan der günstigste Weg. Und wenn die Zuschauer an den Themen des Films interessiert sind, werden sie vielleicht den Anime schauen oder den Manga lesen. Denn in der Diskussion wird man auch erfahren, dass Anime und Manga um Welten besser ist, unabhängig davon, ob die Behauptung zutrifft.

Ich kann viele Fans nachvollziehen, die der Meinung sind, dass eine Adaption nur erfolgreich sein kann, wenn sie sich nah am Original hält. Aber ich finde, es muss nicht zwingend das Kriterium sein.

Ghost in the Shell hat das Matrix-Potenzial

Matrix-pille

en: What if I told you, nobody simply watchs Ghost in the Shell. // de: Was wenn ich dir sage, dass niemand „Ghost in the Shell“ einfach nur schaut.

Der Film könnte dennoch ein voller Erfolg werden, selbst wenn er eine ganz neue Geschichte erzählt. Schließlich wurde die Film-Trilogie Matrix von der gleichen Quelle inspiriert. „Ghost in the Shell“ gehört zu meinen Lieblingsserien und ich hoffe, dass die Realverfilmung gut wird.

Um herauszufinden, ob der Film gut oder schlecht ist[7], habt ihr zwei Möglichkeiten:

  1. Nimm die rote Pille: Geh selbst ins Kino und mach dir ein Bild davon. Du kannst vorher über den Film im Internet recherchieren.
  2. Nimm die blaue Pille: Dir ist es egal wie der Film ist. Du hast Besseres zu tun.

Danke fürs Lesen. Im Text habe ich erwähnt, dass die Schauspieler am Gesicht an einigen Stellen überzeichnet werden, damit sie asiatischer aussehen. Was haltet ihr davon? Eure Meinung interessiert mich brennend. Schreibt bitte unten in die Kommentare.

Nachtrag 08.06.2016

In diesem Abschnitt erfährt ihr über den offiziellen Releasedatum und ich habe für euch nachgefragt, was die Japaner von Scarlet Johansson halten.

Das neue Tokyo des Franchise hat die Stadt „Hong Kong“ zum Vorbild. Daher ist es naheliegend, dass die Realverfilmung ihren Drehort dort ihren Sitz hat[8]. Auch ein Release ist offiziell bekannt: Voraussichtlich am 31.03.2017 soll der Film in den us-amerikanischen Kinos laufen. Neben Scarlett Johansson sind weitere Schauspieler bekannt:

  • Asbæk (Lucy) als Batou.
  • Michael Pitt (Boardwalk Empire) als „Laughing Man“.
  • Beat Takeshi als Daisuke Aramaki, der Leiter von Sektion 9.
  • Juliette Binoche (2014's Godzilla, The English Patient, Chocolat) als Dr. Ouelet.

Im Cast spielen auch Asiaten. Also wozu die Übermalung der Schauspieler, damit sie asiatischer aussehen?!

Ich, Panda-Nin, habe jemand nach Japan geschickt, um für euch die Frage zu beantworten, wie die 12 Japaner die Scarlet Johansson als Hauptrolle Motoko Kusanagi empfinden. Alle Befragten sind sich einig, dass die Rolle zu ihr passt. Sie waren äußerst überrascht, dass viele Amierkaner es als Diskriminierung empfinden, dass Motoko Kusanagi nicht von einer Asiaten gespielt wurde. Darauf erwidern sie, dass Kusanagi nur eine fiktive Figur ist. Zudem finden sie die Wahl auf Johansson gut, weil der Film auch für westliche Menschen attraktiv ist. Man sieht hier, dass Japaner es überhaupt nicht katastrophal finden, dass Kusanagi von einer weißen hübschen Frau gespielt wird.

Interessant aber ist die Frage zu Death Note. Netflix plant eine Realverfilmung der Serie, das 2016 erscheinen sollte. Die Charaketre werden von Amerikanern gespielt. Die Befragten fanden die Schauspiel-Besetzung als unpassend, weil die Charaketre in früheren Realverfilmungen Japaner waren. Zum Glück gab es zu „Ghost in the Shell“ bsiher keine Realverfilmung. Damit ksann der Film in Japan potenziell ein Hit werden.

Einzelnachweise

  1. Hauptprotagonistin ist ein Pleonasmus. Schließlich bedeutet Protagonist Hauptcharakter. Eine Hauptprotagonistin wäre übersetzt ein Haupt-Hauptcharakter. Ach ja, das Wort Protagnonist ist geschlechts-unspezifisch.
  2. Paramount to Co-Produce, Co-Finance Live-Action Ghost in the Shell Film (eng.), ANN, abgerufen 09.05.2015
  3. metaphorisch zu verstehen.
  4. Ich will keineswegs sagen, dass in Mangas keine Superhelden gibt. Da sage ich nur One Punch Man.
  5. Exclusive: Gits prtvetwmwaaa (eng.), screencrush, Autor: Mike Sampson, abgerufen 17.04.2016
  6. Übrigens, das Video ist reine Parodie.
  7. Also wenn der Film in den Kinos läuft
  8. Scarlett Johansson Spotted in Hong Kong for "Ghost in the Shell" (eng.), Xavier Ng, hk-magazine.com, abgerufen 08.06.2016

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