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Animagic 2018 Banner 1

Vergangenes Wochenende fand die 20. AnimagiC statt. Zum zweiten mal kamen Otakus aus dem ganzen Land, und sogar über Landesgrenzen, nach Mannheim in den wunderschönen Rosengarten. Die AnimagiC fand erstmals 1999 in Koblenz statt, bis sie im Jahr 2006 nach Bonn in die Beethovenhalle umzog. Und seit 2017 findet sie nun im Rosengarten in Mannheim statt und zieht jedes Jahr etwa 15.000 Besucher über drei Messetage an.

Zu Beginn möchte ich wirklich den Einlass loben, der reibungsloser nicht ablaufen könnte. Ganz ohne Schlange konnte man sich vorab seine Messe-Bändchen abholen und nur wenige Minuten nach Einlass war man auch schon in den heiligen Hallen, selbst wenn man am Ende der Schlange stand.

Merchandise soweit das Auge reicht

Merchandise soweit das Auge reicht

Die AnimagiC erstreckt sich über mehrere Stockwerke des Gebäudes mit mehreren Kinosälen, vielen Ständen und sehr viel Raum für Cosplayer. Auch wenn man kaum richte Merchandise-Schnäppchen machen konnte, gab es doch einige Attraktionen, die mir sehr gefallen haben. Peppermint Anime kam sogar mit einem eigenem Shop angereist, der zu den aktuellen Titeln des Publishers eine riesige Auswahl an Fan-Artikeln bereit hatte. Von Wandpostern bis zu T-Shirts war alles dabei. Das war definitiv der beste Stand auf der ganzen Messe, aber auch der mit der längsten Schlange. Solche Shops würde ich mir auch von anderen Publishern wünschen, die oft einfach nur ihre Produkte aufstellen und verkaufen. Solche Publisher-bezogenen Shops, ermöglichen es einem einfach deutlich leichter, gezielt Merchandise aktueller Serien zu erwerben.

My Hero Academie Poster

Yoshihiko Umakoshi kreiert mal „ebenso“ ein Kunstwerk

Neben den Ständen gab es auch ein riesiges Rahmenprogramm mit zahlreichen Ehrengästen. Dabei war mein persönliches Highlight das „My Hero Academia“-Panel, das nicht nur die ersten 30 Minuten des fantastischen Kinosfilms des Animes gezeigt hat, sondern auch eine „Qestion & Answer”-Runde mit Masahiko Minami, dem Studio Chef von Bones, und Yoshihiko Umakoshi, dem Characterdesigner von „My Hero Academia“, beinhaltete. „Ganz nebenbei“ hat Yoshihiko Umakoshi auch noch ein Poster mit Izuku Midoriya, All Might und Shoto Todoroki gezeichnet, was im Rahmen eines riesigen „Schere-Stein-Papier“-Spiel an den Gewinner verschenkt wurde. Eine wirklich beeindruckende Live-Vorführung!

Aber das „My Hero Academia“-Panel war nicht das einzige Event mit japanischen Ehrengästen. Auch zu „No Game No Life: Zero“ und „Sword Art Online“ und vielen weiteren Runden und Talks wurden Ehrengäste eingeladen. Darüber hinaus debütierten auf der AnimagiC die erste Folge von „Mob Psycho 100“ von Studio Bones mit deutscher Synchronisation. Auch der Filmableger „The Irregular at Magic High School The Movie - The Girl Who Summons The Stars“ der beliebten Serie feierte seine Premiere auf der AnimagiC, um mal zwei Titel genannt zu haben.

Noch abchwechslungsreicher wurde die Veranstaltung durch wunderschönen Musik-Acts. Mein Favorit war das Konzert mit Yuna Shinohara und Ken Nakasako, die klassische Musik aus den Anime „Shigatsu Wa Kimi No Uso – Sekunden in Moll“ und „The Piano Forest“ spielten. Und wie es sich für eine waschechte japanische Veranstaltung gehört: Auch der Karaoke-Abend war ein riesiger Spaß, wo man auch gut neue Bekanntschaften knüpfen konnte. Besonders spannend war ebenfalls der Synchronisations-Workshop, der unter anderem von Rieke Werner und René Dawn-Claude geleitet wurde. Wer wollte, der durfte auch selbst hinter das Mikrofon treten und einem Charakter seine Stimme verleihen.

Da die vielen Besucher natürlich auch nicht verhungern durften, gab es im 2. Obergeschoss eine Food-Area, die mit „Food Wars“-Bannern geschmückt worden war. Auf der gleichen Etage befand sich außerdem das mittlerweile berühmte Maid-Café, welches man vielleicht auch schon auf der Connichi oder Dokomi sah. Die Gruppe feierte dieses Jahr ihr 10. Jubiläum und war immer bis zum Anschlag gefüllt, was für den Erfolg des Cafés sprechen sollte. Dort konnte man sich ganz nach Akibara-Tradition bewirten lassen, Fotos mit den Maids machen oder sich mit einem zum Event passenden Snack den Tag versüßen lassen.

Mein persönliches Highlight waren aber ganz klar die ganzen Cosplayer. Es waren unzählige Cosplayer vor Ort, die sich selbst von den Temperaturen über 30 Grad nicht abschrecken ließen. Ich habe so viele unzählige detailreiche Verkleidungen gesehen, die wirklich nachhaltigen Eindruck hinterließen. Mein persönliches Highlight war ein Cosplay von Kaito Kid aus dem Detektiv-Conan-Universum. Was mich sehr gefreut hat, war die Tatsache, dass alle Cosplayer sehr offen waren und nie nein gesagt haben, wenn ich sie um ein Foto gebeten habe.

Auch wenn es sehr schwer war, in einige Panels oder Vorstellungen zu kommen, da der Andrang so groß war, so haben sich meiner Meinung nach die Massen gut verteilt. Auch wenn man immer deutlich vor Beginn des Panels da sein sollte, habe ich es immer irgendwie geschafft einen Platz zu erhaschen. Auch wenn die Otaku-Szene noch das Aufrücken in die Mitte der Reihe fleißig üben muss, waren wir immer in der Lage, einen Platz für unsere Gruppe zu ergattern.

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge blicke ich auf das fantastische Wochenende zurück. Es war mein erster Besuch auf einer Messe dieser Art und ich habe definitiv einiges mitgenommen. Wenn ihr auch nur ein kleines bisschen darüber nachdenkt auf die AnimagiC zu gehen, dann tut dies auf jeden Fall. Auf welchen Messen wart ihr schon und was sind so eure Erfahrungen?


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Rain EDITORIAL

Rain ist seit Januar 2018 Teil des Content-Volunteer-Teams auf Fandom. Er ist ein riesiger Anime- und Disney-Fan und verfolgt immer die Anime der aktuellen Season. Da ist es nur naheliegend, dass er über Anime schreibt. Wenn er Zeit hat, dann gründet er neue Wikis oder hilft vorhandenen Wikis mit ihrem Design und Aufbau. Darüberhinaus ist er noch als Admin im Disney- und Attack on Titan-Wiki aktiv.

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