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Connichi 2016 Banner

Am Samstag des Wochenendes vom 16. - 18. September haben die Animanga-News-Redakteure Nobi und TRon für euch einen Abstecher zur Connichi 2016 nach Kassel gemacht. Auch in diesem Jahr stand Cosplay im Mittelpunkt und viele mehr oder weniger professionelle Kostümkünstler und begeisterte Otakus drängten sich im Kongress Palais Kassel und auf den Freiflächen rundherum.


Hier findet ihr weitere Blogs zur Connichi:


Bei dem am Samstag stattgefundenen Connichi-Cosplay-Wettbewerb, dem Highlight für viele Besucher, ging es mächtig zur Sache: Animes wie Neon Genesis Evangelion, Avatar: Herr der Elemente, Sailor Moon und weitere bekannte Titel wurden in einer theaterreifen Darbietung dargeboten und oft auch augenzwinkernd auf die Schippe genommen. Tanzeinlagen und Gesänge sowie Kampfszenen wurden dem Publikum im voll besetzten Festsaal gezeigt. Sogar aus Harry Potters Vorgeschichte wurde eine (mehr oder weniger) fan-basierte Show geboten. Alles in allem eine wahnsinnig große und toll inszenierte Show! Und selbst Kingdom Hearts konnte man mit seiner rührenden Geschichte auf der Bühne, buchstäblich ins Herz schließen. Der Klassiker, Das Wandelnde Schloss wurde mit lustigem Gesang seitens Sophie (Hauro solle sich „einen Job suchen”) ebenso belustigend als auch hervorragend umgesetzt. Letztlich applaudierte die Menge im Saal dem wohl unterhaltsamsten Wettbewerb, dem ich je in meinem Leben live beiwohnen durfte. Die Kostüme und ausgefeilten Accessoires waren wie zu erwarten hochkarätig und auch hier wurde abermals klar, dass die Cosplay-Szene weiter und weiter professionalisiert wird und immer mehr mit der Szene in Japan mithalten kann. Im Inneren des Kongress Palais waren die Verkaufsstände für Merchandise namhafter Publisher und Verlage, wie Peppermint, KAZÉ, Tokyopop, KSM, Nipponart und einige mehr, genauso vertreten wie Mangaka weniger bekannte Verlage und Newcomer in der Branche. Bei Letzterem wollen wir den „Newcomer” Animoon mit ihrem umstrittenen Titel Yosuga no Sora nennen, welcher weltweit für Diskussionsstoff sorgte. Hier findet ihr mehr zu dem Anime. Peppermint, die sich gerade die Lizenz der zweiten Staffel von The Testament of Sister New Devil gesichert haben, war dieses Jahr zum ersten Mal auch mit einem eigenen Stand für den Anime-Streamingdienst AKIBAPASS vertreten, der nur unwesentlich kleiner war, als der Peppermint Stand. Ein gutes Zeichen dafür, dass Streaming-Angebote auch in Deutschland immer besser angenommen werden.

Das Rahmenprogramm hatte auch für jeden Besucher etwas zu bieten. Gerne hätten wir den Nudelschlürfwettbewerb am Freitag besucht, aber auch am Samstag waren spannende Veranstaltungen dabei, die zum großen Teil das Cosplay thematisierten.

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Karl Ewald

Der Vortrag „MATSURI - Japanische Volksfeste” von Karl Ewald versprach zwar lehrreich zu sein, entpuppte sich aber als ein Bericht von einer 80-tägigen Reise, die Ewald gemacht hatte. Es gab zwar auch hier das ein oder andere zu lernen aber das ganze erinnerte mich doch eher an einen Dia-Abend mit meinen Eltern (welcher auch schon 30 Jahre zurückliegt ;) ). Das MATSURI-Lichterfest, das am Abend im Innenhof stattfinden sollte, fiel dann aber buchstäblich ins Wasser. Das Wetter wollte einfach nicht mehr mitspielen.


Einen unerwartet hohen Zuspruch hatten auch die Synchron-Workshops der Connichi. Der nur rund 40 Personen fassende Raum war am Samstag in wenigen Sekunden voll. Selbst bei dem Workshop am Abend, der nur für Volljährige freigegeben war, standen schon eine Stunde vor Beginn dreimal so viele Interessierte vor der Tür, als eingelassen werden konnten. In diesem Workshop durften sich dann die Besucher unter fachkundiger Anleitung an der Synchronisation eines 80er-Jahre-Hentai versuchen, was für reichlich Belustigung der restlichen Teilnehmer sorgte. Du wolltest auch schon immer einen Charakter in einem Anime sprechen? Ab in die Kommentare, welcher das ist und warum!

Dank unserer lieben Wikianerin Cyanide3, welche am Waffencheck arbeitete, konnten wir auch mal einen Blick hinter die Kulissen werfen und exklusive Fotos in der Waffenkammer der Connichi machen. Mit dem beeindruckendem Arsenal könnte man eine Armee von Orks in die Flucht schlagen. Laut Cyan ist die Reaktion der Besitzer der Waffen ganz unterschiedlich, einige geben ihre Waffen freiwillig ab, andere müssen wegen jedem Detail diskutieren. Dabei sind die Regeln seit Jahren unverändert und allen bekannt: Keine Metallwaffen und Softairs, weil die unter das Waffengesetz fallen. Waffen die "aussehen" wie echte Waffen, Waffen über 2 Meter, Waffen die aus Hartholz (Besenstiel) oder Hartplastik bestehen, Pfeile und Kunais, da die als Wurfgeschosse dienen, müssen abgegeben werden.


Auch wenn wir dieses Mal nur an einem, der drei Tage auf der Connichi umher gestreift sind, war es doch wieder ein buntes Treiben, dass unser Otaku-Herz höher schlagen ließ. Mit unzähligen Fotos auf den Speicherkarten, neuen Mangas im Gepäck, schmerzenden Füßen und einem zufriedenen Lächeln im Gesicht, haben wir wehmütig seufzend die Heimreise angetreten. Aber wir freuen uns schon auf die Connichi 2017 in Kassel! Diese Convention steht wie keine andere für Fanliebe der Anime- und Mangaszene und ist zum Mekka der Otakus geworden.
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